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Bistum Magdeburg

Gemischte Gefühle

Ansturm auf Gymnasien des Bistums

Magdeburg (tdh) - Mit gemischten Gefühlen betrachtet die Schulabteilung des Bistums Magdeburg den gegenwärtigen Ansturm auf die drei Gymnasien in katholischer Trägerschaft. 260 Anmeldungen liegen dem Elisabeth-Gymnasium in Halle bereits vor, im vergangenen Jahr waren es zur gleichen Zeit nur unter hundert.

Für die beiden anderen Gymnasien liegen die Zahlen ähnlich: 265 Anmeldungen liegen dem Magdeburger Norbertusgymnasium vor für höchstens 118 Plätze. Obwohl die Anmeldezeit für die 86 Plätze des Dessauer Liborius-Gymnasiums erst am 24. Februar beginnt, sind bereits 150 Schüler mit ihren Eltern für Anmeldungsgespräche vorgemerkt.

Einerseits freue er sich über die offensichtlich große Beliebtheit der bischöflichen Schulen, sagt Dietmar Gotzhein, der im Bistum Magdeburg die Abteilung Schulen in kirchlicher Trägerschaft leitet. Andererseits bedauere er, daß die Gymnasien so vielen Schülern absagen müßten. Sie hätten keine Gelegenheit mehr, allen Abgelehnten die Gründe ihrer Entscheidung verständlich zu machen. So könnten Vorurteile entstehen, die die Schulen nicht mehr kontrollieren könnten.

In erster Linie führt Dietmar Gotzhein die erhöhte Zahl der Anmeldungen auf die Einführung der Förderstufe in Sachsen-Anhalt zurück. In Halle sei der Schulneubau ein zusätzlicher Grund für den Anmeldungsboom. Die neue Schule sei mit ihrer sehr modernen Ausstattung attraktiv. Der neue Standort im Süden der Stadt spreche zudem eine neue Zielgruppe an. In Dessau macht Gotzhein das gewachsene Identitätsgefühl der Eltern mit ihrem Liborius-Gymnasium mitverantwortlich für das große Interesse.

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Dieser Beitrag wurde veröffentlicht in Ausgabe 8 des 47. Jahrgangs (im Jahr 1997).
Aufgenommen in die Online-Ausgabe: Sonntag, 23.02.1997

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