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Bistum Dresden-Meißen

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Neue Werkstatt für Behinderte

Leipzig (leo) - In Leipzig- Meusdorf wurden die neuen Räume der Werkstatt für Behinderte durch Bischof Joachim Reinelt gesegnet. Die Einrichtung befindet sich in Trägerschaft des Caritas-Sozialwerkes im Bistum Dresden-Meißen. Unter anderem richteten Vertreter des Regierungspräsidiums, der Hauptfürsorgestelle und des Wohlfahrtsverbandes Grußworte an die Belegschaft und die Betreuer der neuen Werkstatt. Maria Foelz, Leiterin der Werkstatt, freute sich über einige "nahrhafte Beiträge" in Form von Spenden. Nach der Legende "Der vierte König" führten einige Mitarbeiter der Werkstatt ein Schauspiel mit Musikbegleitung auf. Die neuen Räume in Leipzig-Meusdorf bieten derzeit 78 geistig und körperlich Behinderten in fünf verschiedenen Arbeitsbereichen einem betreuten Arbeitsplatz. Zudem gibt es sechs Plätze für Schwerst- und Mehrfachbehinderte

"Es ist immer wieder erstaunlich, was behinderte Menschen so alles können", staunt Maria Foelz über die Darbietung ihrer Schützlinge. Die Arbeit in der Werkstatt sei "wie ein Mosaik: Viele Hände schaffen hier ein eindrucksvolles Ganzes". Die Werkstatt sei für sie nicht nur ein Produktionsbetrieb, sondern auch "ein Lebensraum, in dem jeder so angenommen wird wie er geschaffen ist"

Bischof Joachim Reinelt nannte die Werkstätten einen "wichtigen Beitrag für die Integration behinderter Menschen", die ein wichtiger Teil unserer Gesellschaft seien. Er bewundere beim Umgang mit behinderten Mitmenschen deren Dankbarkeit und die Herzlichkeit, mit der sich viele von ihnen freuen könnten

Bei einem Rundgang durch die verschiedenen Bereiche ließ er sich von den dort beschäftigten Mitarbeitern ihre Arbeit ausführlich erklären. So konnte auch Sabine, die seit zwei Jahren in der Werkstatt arbeitet, dem Bischof ihren neuen Arbeitsplatz zeigen, an dem sie Heftklammern einsortiert. Sehr aufregend sei das für sie gewesen, gibt sie nachher zu. Die Arbeit in den neuen Räumen mache ihr viel Spaß. Mit den Räumlichkeiten segnete Bischof Joachim Reinelt auch die neue Drehmaschine. "Also die beherrsche ich nicht", gesteht Manfred Hiller, Gruppenleiter im Bereich Kleinmontage in der neuen Werkstatt. "So schwer ist das nicht" sind sich Egon und Dieter einig, die hier ihren Arbeitsplatz haben

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht in Ausgabe 1 des 48. Jahrgangs (im Jahr 1998).
Aufgenommen in die Online-Ausgabe: Sonntag, 04.01.1998

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