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Bistum Görlitz

Mit Einbußen rechnen

Haushaltsplan

Görlitz (tdh) - Der Haushaltsplan des Bistums Görlitz für das Jahr 1998 beläuft sich in Einnahmen und Ausgaben auf den Betrag von genau 27. 668. 200 Mark. Damit war der Etat 1997 im Vergleich dazu knapp eine Million Mark höher: Damals standen 28, 129 Millionen zur Verfügung, teilte das Ordinariat mit

Schwerpunkte der Ausgaben in diesem Jahr sind die Personalkosten für die Pfarreien mit einer Summe von 6,73 Millionen Mark. - Dies entspricht einem Anteil am Gesamtetat von 24, 6 Prozent. Weitere Personalkosten - für die Caritas und andere kirchliche Einrichtungen des Bistums - in Höhe von 4,03 Millionen Mark sind hinzuzurechnen. Als Zuschüsse für Baumaßnahmen und Renovierungsarbeiten wurden 16 Prozent des Etats zur Verfügung gestellt. Davon sind 70 Prozent für Baumaßnahmen in den Pfarreien vorgesehen

Damit die vielfältigen Aufgaben der Seelsorge erfüllt werden können, sind Sachkostenzuschüsse in Höhe von insgesamt 2,2 Millionen Mark bereitzustellen, die etwa acht Prozent des Gesamtetats ausmachen. Der Rückgang der Einnahmen aus Kirchensteuern für das Bistum Görlitz im vergangenen Jahr beträgt im Vergleich zum Vorjahr 1996 ungefähr acht Prozent. Auch für das Jahr 1998 wurde ein derartiger Rückgang einge-plant; die Einnahmen aus Kirchensteuern machen allerdings im Bistumshaushalt nur 22 Prozent aus

Wichtigste Einnahmequellen sind wie in den Vorjahren die Hilfen seitens der Diözesen in den alten Bundsländern und des "Bonifatiuswerkes der deutschen Katholiken". Im Jahr 1998 erhält das Bistum Görlitz auf diesem Weg mehr als elf Millionen Mark. Das entspricht etwa 44 Prozent aller Einnahmen, wobei auch die zurückgehenden Einnahmen aus Kirchensteuern in den anderen Bistümern die Aufbringung dieser Hilfe zunehmend schwieriger macht. Dadurch ist für die nächsten Jahre mit einem drastischen Rückgang dieser Hilfen zu rechnen, so daß sich das Bistum Görlitz schon jetzt durch Sparmaßnahmen darauf einstellen muß

Der Anteil öffentlicher Mittel in Form von Staatsleistungen in Höhe von circa 3,4 Prozent ist vergleichsweise gering. Bei den Einnahmen des Bistums sind noch besonders die staatlich bereitgestellten Refinanzierungszahlungen für Personalkosten der Kindergärten zu erwähnen, die knapp zwölf Prozent ausmachen. Zu nennen sind auch noch die sogenannten Gestellungsgelder für die Erteilung des schulischen Religionsunterrichtes durch Priester oder kirchliche Mitarbeiter in den Pfarreien des Bistums, die im Freistaat Sachsen liegen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht in Ausgabe 7 des 48. Jahrgangs (im Jahr 1998).
Aufgenommen in die Online-Ausgabe: Sonntag, 15.02.1998

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