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Bistum Dresden-Meißen

Tikwa-Programm "Ameisenperspektive"

Premiere

Dresden (jak) - Eine Gesellschaft, die scheinbar nur noch das sieht, was vor ihren Augen steht. Geschäftige Menschen von Habsucht, Neid und Ellenbogenmentalität geprägt. Flucht vor dem Mitmenschen und seinen Nöten, Rückzug ins Ich. Schlaglichter, die oft in den Sinn kommen. Aber gibt es Auswege

Das christliche Tanz- und Pantomimen-Ensemble Tikwa möchte mit seinem neuen Programm einen gangbaren Weg aus der allgemeinen "Ameisenperspektive" aufzeigen: Jesus Christus. Kürzlich fand im Studiotheater des Dresdner Kulturpalastes die Premiere statt. Und auch wenn der Sprung zwischen dem Aufzeigen gesellschaftlicher sowie zwischenmenschlicher Probleme hin zum Glauben in der künstlerischen Umsetzung etwas abrupt und nur allzu logisch erscheint, so lohnt es doch, sich für anderthalb Stunden auf Tikwa einzulassen. Gelegenheit dazu wird es wieder am 18. April geben

Tikwa präsentiert inzwischen mit "Ameisenperspektive" sein zweites Programm im Kulturpalast der Elbestadt. Bewußt wagte man den Schritt aus den kirchlichen Räumen heraus. Elisabeth Held, für die Tikwa-Öffentlichkeitsarbeit zuständig, betont, daß es ein Anliegen ist, möglichst viele Menschen mit dem Programm zu erreichen. Und es ist allemal leichter mit Nichtchristen in einem öffentlichen Raum ins Gespräch zu kommen, als zu erwarten, daß sie in eine Kirche kommen. "Ameisenperspektive" ist ein Programm, das durch seine hohe künstlerische Umsetzung überzeugt. Unterbrochen werden die einzelnen Szenen durch Moderation, die allerdings oft zu künstlich und für einen offenen Raum zu predigend ist. Hier könnte für den Kulturpalast etwas mehr Professionalität erwartet werden, auch mit Blick auf das mit Sicherheit zu erwartende Publikum, für das Glauben und Kirche oft Fremdworte sind

Tikwa - das hebräische Wort steht für Hoffnung - wurde im Herbst 1990 gegründet. Anlaß war für die Gruppe die Möglichkeit, christliche Glaubensinhalte aus und mit der Freude am Tanz auszudrücken. Die Mitglieder der Gruppe verfügen über eine breit gefächerte Ausbildung in verschiedenen Stilrichtungen

Info: Uta Heidrich-Meisner, Sporbitzer Straße 1 in 01259 Dresden

Karten für den 18. April gibt es im Vorverkauf des Kulturpalastes.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht in Ausgabe 8 des 48. Jahrgangs (im Jahr 1998).
Aufgenommen in die Online-Ausgabe: Sonntag, 22.02.1998

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