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Bistum Magdeburg

Bischof Nowak zum Thema "Warum ich (k)ein Christ bin"

Militärseelsorger-Treffen

Magdeburg (pbm) - Die Menschen in Ostdeutschland erwarten von der Kirche nach Ansicht von Bischof Leo Nowak mehr als "gepflegte Kulturdenkmäler oder eine gewisse Verfeierlichung" bestimmter Anlässe. Die Gesellschaft erwarte "zutiefst, daß wir authentisches Zeugnis ablegen" von Gott, betonte der Bischof des Bistums Magdeburg am 11. November vor der Generalversammlung der deutschen Militärseelsorger in der Elbestadt. Auch wenn rund 80 Prozent der Ostdeutschen in einem Dreieck von "Unkenntnis, strikter Ablehnung und Unsicherheit" im Blick auf den christlichen Glauben lebten, gebe es doch eine gewisse Neugier. Die Christen dürften vertrauen, daß die Fragen nach dem Woher und Wohin zwar zeitweise übertönt würden, "verstummen aber werden sie auf Dauer nicht", äußerte Nowak

Wie der Bischof weiter ausführte, dient die Präsenz der Kirche nicht der Wahrung von Einflußsphären und Machtinteressen. Christen sollten vielmehr - gemäß der Metapher vom Salz der Erde - die Welt "schmackhafter, heller und hoffnungsvoller" machen. Hier liege für die Zukunft der Kirche eine große Chance. Bei allem "Angefragt-sein" dürfe die Kirche sich darum ein gesundes Selbstbewußtsein bewahren

Als Schritte in die Zukunft nannte Nowak zuerst das Annehmen der Situation. Ein "Tun-als-ob" führe nicht weiter. Zugleich sollten die Christen - in angemessener Gelassenheit und Gottvertrauen - von Gott reden, wie sie ihn erfahren. Die argumentative Rede von Gott und das persönliche Bekenntnis seien unabdingbar

Als weiteren Punkt nannte Bischof Nowak die "Feier des liebenden Gottes". Sie sei immer ein "Korrektiv gegen die Verabsolutierung menschlicher Macht und Größe". Eine christliche Gemeinschaft müsse "unbedingt an der Feier des Gottesdienstes festhalten" und für andere Menschen zweckfrei und um ihrer selbst willen da sein

Hinweis: Im vollen Wortlaut kann der Redetext Bischof Nowaks in der Pressestelle des Bistums Magdeburg angefordert werden: Telefon 0391 / 5 96 11 34

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht in Ausgabe 47 des 48. Jahrgangs (im Jahr 1998).
Aufgenommen in die Online-Ausgabe: Sonntag, 22.11.1998

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