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Bistum Dresden-Meißen

Ziel ist Stiftskirche zu Wechselburg

Sternwallfahrt

"Ich bin, wo du bist" - Mose hört diese Worte am brennenden Dornbusch. Es sind Worte, die die Welt verändern. Der unfaßbare und unbegreifliche Gott wird zum "Du". Gott ist nicht eine Idee - er will Dialogpartner des Menschen sein. Er will bei und mit den Menschen sein

Wer dieser Gott ist, erfährt das Volk Israel auf dem Weg aus der Sklaverei Ägyptens in das verheißene Land. Aber dieser Weg führt nicht durch blühende Landschaften, sondern durch Wüste. Aber gerade auf diesem mühsamen Weg erfährt Israel die Nähe Gottes. Der Weg wird zum Ort der Gotteserfahrung. Jesus bezeichnet sich selbst als Weg. Der Mensch erfährt sich nicht als perfektes Wesen sondern als jemand, der unterwegs ist

In der geistlichen Vorbereitung auf das Jahr 2000 versuchen wir in diesem Jahr, die Beziehung zu Gott, dem Vater, zu vertiefen

Gott hat sich auf dem Weg gezeigt. Christen und Nichtchristen sind eingeladen, sich im Unterwegs-Sein der Nähe Gottes zu öffnen. Im Namen von Bischof Joachim Reinelt laden die Mitglieder der Vorbereitungsgruppe für das Jahr 2000 zu einer Sternwallfahrt ein. Ziel ist das Dreifaltigkeitskreuz in der Stiftskirche zu Wechselburg. Der Weg endet am 26. September in einer Eucharistiefeier um zwölf Uhr mit Bischof Joachim Reinelt. Drei Möglichkeiten gibt es, auf dem Weg nach Wechselburg zu sein. Der weiteste Weg beginnt am 19. September in Buchenwald. Weitere Ausgangspunkte sind Altenburg, Glauchau und Chemnitz in der Zeit vom 24. bis 26. September. Wer erst am Wallfahrtstag aufbrechen möchte, kann dies dann von Narsdorf, Penig und Rochlitz aus tun. Einzelheiten werden noch bekanntgegeben

Plakate, Postkarten und Lesezeichen mit dem Wallfahrtssymbol werden in den nächsten Tagen in die Pfarreien gegeben, ein Buch mit Texten zur Wallfahrt wird im Sommer erscheinen. Diese Texte sollen nicht nur für die Wallfahrer sein, sondern auch für die, die wegen Krankheit oder Alter, aus beruflichen oder familiären Gründen an der Wallfahrt gehindert sind, sich aber innerlich mit auf den Weg machen oder die Wallfahrt betend begleiten wollen

Eingeladen sind Christen aus den Bistümern Dresden-Meißen, Görlitz, Erfurt und Magdeburg. Vielleicht gewinnen Sie aber auch Menschen, die noch nicht glauben, sich aber für Gott und die Gemeinschaft der Glaubenden interessieren. "Ich bin, wo du bist" - die Erfahrung Israels soll für uns heute Hoffnung sein

Bernhard Dittrich, Leiter der Abteilung Pastoral im Bischöflichen Ordinariat

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht in Ausgabe 20 des 49. Jahrgangs (im Jahr 1999).
Aufgenommen in die Online-Ausgabe: Sonntag, 23.05.1999

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